Wandertipp 01/2001 [erstellt von Klaus Isbaner ]
 

Tourenbezeichnung : Kammüberschreitung Gamsknogl-Hochstaufen
Region : Chiemgauer Alpen
Charakter: anspruchsvolle Wanderung, 
teils Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
empfohlene Jahreszeit : Mai bis Oktober


Unser Info - Datenblatt zur Region:

Region: Chiemgauer Alpen  
 

Der Chiemgau zählt zu den bekanntesten deutschen Feriengebieten. Der Reiz von Seen und Bergen, die Vielfalt der Landschaft, Moore, Hügel und Wälder im Wechsel mit Bergen mit felsigen Gipfeln kennzeichnet diese typische Voralpenlandschaft.
Die Chiemgauer Alpen sind vor allem ein ideales Wandergebiet. Ein umfangreiches Wegenetz verbindet die Gipfel, lässt längere Überschreitungen zu und ermöglicht die Besteigung der Gipfel meist aus allen umschließenden Tälern.

 
   
Orte: Bad Reichenhall 1286m
Umgeben von Wiesen und Berghängen mit malerischen Kirchtürmen, von Burgruinen und Schlössern liegt Bad Reichenhall im Schnittpunkt der Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen.
Alpenstadt des Jahres 2001 

16500 Einwohner
Die Berge bei Bad Reichenhall

 
  Inzell 650m
ca. 4100 Einwohner
- Infos von Inzell.de

 
  Piding 455 m
Die Gemeinde Piding gehört zur Region Südostoberbayern und liegt in der Mitte des Landkreises Berchtesgadener Land, ca. 6 km nördlich der Stadt Bad Reichenhall. 
ca. 5000 Einwohner
-
Infos von Piding.de
 

   Unsere Tourenbeschreibung:   

  Anfahrt
Anfahrt über A8 München-Salzburg bis AA Siegsdorf/Traunstein/Inzell (112) von dort auf der B 306 nach Inzell/Einsiedel.
Bahnverbindungen der Deutschen Bundesbahn:

 
Stützpunkte:

Hütten Beschreibung Touren Zeiten
Reichenhaller Haus 1750 m. Bewirtschaftet Mitte Mai bis Mitte Okt.
6 Betten 24 Lager
Tel. D-08651/5566 Tal: D-08652/62812
Besitzer: DAV S. Bad Reichenhall. D-83425 Bad Reichenhall, Postfach 2352

Klettersteig zum Zwiesel

3 h

 
  
Wegverlauf




 Wegbeschreibung

Startpunkt: Inzell / Einsiedl-Kirche St. Nikolaus (757m)
Von hier Markierung 23 dann 204/232 zur Kohler-Alm (1450 m). Ein herrlicher Frühstücksplatz mit Wasser und Blick zu den Berchtesgadener Alpen. Aber für unsere große Tour ist es leider noch zu früh für eine ausgiebige Rast. Weiter führt uns der Weg zum Gamsknogl (1751 m). Jetzt wird es alpin.  


Blick zum Zwiesel (1782m)

Ein schöner Gratweg leitet uns zum Gipfel des Zwiesels (1782 m). An ausgesetzten Stellen ist ein Sicherungsseil angebracht. Eine Abstiegsmöglichkeit führt auf der Nordseite (Nr.24) in Richtung Adlgaß. Bei Schnee ist dieser Abstieg nicht zu empfehlen.

Kurz unterhalb des Zwiesels wird ein weiterer Gipfel erreicht, der Zennokopf (1756 m). Hier können wir unsere weitere Tour bis zum Hochstaufen einsehen. Der Gipfel des Hochstaufen scheint noch in weiter Ferne zu liegen. Ein Wegweiser zeigt uns den weiteren Weg. Bis hier haben wir 3 Stunden gebraucht. Der Weiterweg ist für Ungeübte nicht zu empfehlen (Schwierigkeit teilweise etwa I ). Es gibt die Möglichkeit, wieder etwas zurückzugehen und den oben beschriebenen Abstieg zu benutzen oder man steigt über die Zwieselalm nach Jochberg ab. Dann besteht aber das Problem darin, wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen.

Der Bergsteig führt nun abwärts über steiles Schrofengelände zur Roßkarscharte. Einige Felstürme werden dabei umgangen, bevor man den Mittelstaufen (1615 m) besteigt. Durch ein Drahtseil gesichert geht es hinab in die Scharte zwischen Mittelstaufen und Hochstaufen. Hier mündet von Süden der Weg über die Bartlmahd ein. Von hier aus erreicht man dann leicht das Reichenhaller Haus. Nachdem wir das verdiente Radler bei einer schönen Aussicht genossen haben, stehen wir einige Minuten später am Gipfelkreuz des Hochstaufen (1771 m).

Gehzeit: ca. 6,5 Std. bis zum Hochstaufen, ohne Pausen 
Höhenmeter im Aufstieg ca. 1020m  


Abstiegsvarianten:

1) Die Kammtour kann vervollständigt werden, indem man über den Steinernen Jäger (leichter Klettersteig) nach Osten am  Fuderheustein vorbei zur Staufenbrücke absteigt (3 Stunden).
2) Über den Steinernen Jäger, dann nach Süden zur Padingeralm (3 Stunden).

3) Nordseitiger Abstieg, wobei einige Stellen gesichert sind, am Frillensee vorbei zum Ausgangspunkt (ca 3,5 Stunden).
Dies ist wohl im Chiemgau die längste Kammüberschreitung. Bei der Gesamtüberschreitung kann man ohne Pausen gut 10 Stunden einplanen. Daher sind Ausdauer und Bergerfahrung Voraussetung, diese schöne aber auch anstrengende Tour zu unternehmen. Auch im Winter ist diese Unternehmung sehr reizvoll. Aber ohne Biwak ist es wohl nicht zu schaffen. Aber man kann es auch in zwei eigenständige Etappen aufteilen.
Etappe 1: Jochberg-Kohleralm-Gamsknogl-Zwiesel-Jochberg
Etappe 2: Padingeralm-Steinerner Jäger-Hochstaufen-Bartlmahd-Padingeralm

Bei beiden Etappen wird das Wegstück zwischen Zennokopf und Scharte zwischen Mittelstaufen und Hochstaufen nicht begangen.


Hinweise: Bei einer Winterbegehung gehört natürlich die entsprechende Ausrüstung wie Pickel, Steigeisen und evt. Seil dazu. Natürlich müssen auch vom Wetter die Voraussetzungen gegeben sein und die Lawinengefahr muß beachtet werden. Es bilden sich teilweise auch Wächten am Grat.
   
Empfohlene Ausrüstung: Wanderausrüstung
   
Karten: Freytag und Berndt Nr.101
Bayerisches Landesvermessungsamt 1:50000 - Chiemsee und Umgebung 
Führer:

Chiemgau, Rother Wanderführer
3. Auflage 1998 (128 Seiten mit 57 Farbabbildungen)
I
SBN 3-7633-4109-9 / 19,80 DM • 145,00 ATS • 19,00 sFr • 10,12 Euro

   

© 2001 WanderTipp / 28.01.01
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