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Der Nationalpark Harz im Kurzporträt

Die Region im Überblick mit Attraktivitäten und Highlights der Saison

Wandertipps & Hütten

 
Harz (Nationalpark)
Mitten in Deutschland gelegen, findet man im Nationalpark Harz eine einzigartige und artenreiche Mittelgebirgslandschaft.

Übersichtkarte zum Nationalpark Harz

Umfangreiche Informationen findet man über die offizielle Nationalparkseite.

  • Nationalpark Harz
  • Stadt Herzberg
    • Lonau

      Lonau ist ein Ortsteil der Stadt Herzberg und liegt eingebettet in die Buchenwälder des Südharzer Nationalpark-Anteils.

      Im Dorfgemeinschaftshaus befindet sich eine Rangerstation des Nationalparkes Harz. Hier zeigt eine Diashow die Schönheit und Artenvielfalt des Nationalparks Harz. Von hier aus finden auch von den Lonauer Rangern geführte Wanderungen statt.

      In der Hauptferienzeit ist das besonders kinderfreundliche, beheizte Waldschwimmbad von Lonau geöffnet, mit angrenzendem Camping-, Grill- und Spielplatz sowie Planschbecken, Sandkasten und Badmintonanlage.
  • Sankt Andreasberg
Der Karstwanderweg
 
Das Harzer Auerhuhnprojekt - Schutz für das Harzer Wappentier
[Quelle: Nationalparkverwaltung Harz]

Im Herzberger Ortsteil Lonau wurde jüngst das neue Auerhuhn-Schaugehege in Betrieb genommen. 
Es ist durch einen kurzen, ca. 15-minütigen Spaziergang von der Nationalpark-Informationsstelle und der Rangerstation im Dorfgemeinschaftshaus Lonau zu erreichen. 

Es zeigt in verschiedenen Volieren drei verschiedene Rauhfußhühner (Auerhühner, Birkhühner und Haselhühner); 
die Artenvielfalt im Gehege wird noch ausgebaut.

Das  Auerhuhn-Schaugehege in Lonau freut sich auf Ihren Besuch !

Die Auerhühner im Harz - die Vorgeschichte
Zusammen mit den Nadelbäumen haben die Auerhühner nach der letzten Eiszeit Europa besiedelt. Unsere damaligen Vorfahren haben sicher nicht daran gedacht, dass die Bevölkerung einmal so stark anwachsen würde, dass sie durch die Nutzung der Natur unseren größten Waldvogel in Gefahr bringen könnte. Und doch haben die sesshaft werdenden Menschen durch Siedlungsdruck und Naturnutzung die Auerhühner in die Gebirgs- und Mittelgebirgsregionen abgedrängt und regional auch ausgerottet. So ist im Harz der stolze Auerhahn zwischen 1920 und 1930 verschwunden.

Seit 1978 werden, begonnen durch die Niedersächsische Landesforstverwaltung und fortgeführt durch den Nationalpark Harz, Auerhühner gezüchtet und in den Hochlagen des Harzes ausgewildert. Mehr als 800 Tiere sind in den letzten 20 Jahren aufgezogen und ausgewildert worden. Eine gute Verbreitung der Auerhühner ist von größter Bedeutung. Wenig menschlicher Kontakt und naturgemäße Fütterung sind unerläßlich, um den Tieren den Übergang in die freie Wildbahn zu erleichtern.

Die Zahl der im Freiland lebenden Tiere unterliegt deutlichen Schwankungen. Die Population ist noch nicht stabil, weshalb die Aussetzungen noch einige Jahre weitergehen werden und ein seit 1995 laufendes und ab 1999 erweitertes begleitendes Monitoringprogramm Aufschluss über Bestandsentwicklung und Einflussfaktoren geben soll. Derzeit ist die Bestandsentwicklung der Auerhuhnpopulation problematisch. Nachdem das Monitoring in den vorausgegangenen Jahren deutlich rückläufige Bestandeszahlen erkennen ließ, ergab sich für 2000 eine Stabilisierung - allerdings auf niedrigem Niveau. Die Fortführung der Telemetriestudie bestätigte die Erkenntnis, dass fast ausschließlich der Fuchs die entscheidende Rolle für das Überleben der ausgewilderten Auerhühner spielt.

Infolge der über Jahre durchgeführten Tollwut-Schutzimpfung muss - erwartungsgemäß - heute davon ausgegangen werden, dass sich der Fuchsbestand im Harz vervier- bzw. teilweise sogar verzehnfacht hat! Als Konsequenz daraus wurde im Nationalpark Harz die Fuchsbejagung gezwungenermaßen wieder
aufgenommen und in den umliegenden Forstämtern ebenfalls intensiviert. Durch Optimierung der Zucht- und Haltungsbedingungen im Aufzuchtgehege wird zudem daran gearbeitet, die Zahl und Fitness der auszuwildernden Tiere zu erhöhen. Darüber hinaus ist geplant, Wildfänge aus Österreich in das Auswilderungsprogramm hinein zu nehmen und im Rahmen der Telemetriestudie zu untersuchen, ob diese Tiere für das Überleben im Harz signifikant besser geeignet sind als die Gehegezuchten. 

Die Kammlagen des Harzes und hier besonders die Hangschulterbereiche sind der bevorzugte Lebensraum des Auerhuhns. Das Waldsterben und die besonders in den letzten Jahren aktiven Borkenkäfer führen zu spürbaren Veränderungen in diesen Lebensräumen. Das Absterben der Altfichten in den Hochlagen bringt für die Auerhühner unter Umständen sogar ein verbessertes Nahrungsangebot, da auf den entstandenen Freiflächen viele "Futterpflanzen" nachwachsen. 
Das gilt allerdings nur für den Sommer, denn im Winter ist das Auerhuhn zum größten Teil von Fichten als Nahrung und Deckung abhängig. Ein Abwandern der Tiere in die tieferen Lagen wird notwendig. Diese Umstellung bedeutet besonders für den 5 - 6 kg schweren Hahn einen enormen Stress. Umso wichtiger ist ein ruhiger und störungsfreier Winterlebensraum! 

Dass der Auerhahn früher in hohem Ansehen gestanden hat, läßt sich noch heute an vielen erhalten gebliebenen Ortsbezeichnungen erkennen. So gibt es im Harz noch die Gaststätte "Zum Auerhahn", es gibt einen "Auerhahnplatz", die Ortschaft "Hahnenklee" und es gibt mit der Hasseröder Brauerei GmbH, einen traditionsreichen Harzer Betrieb, der den Auerhahn als Wappentier verwendet. 

Auch identifiziert sich der Herzberger Ortsteil Lonau - hier werden die Auerhühner gezüchtet - so stark mit dem Auerhahn, dass er in das Ortswappen aufgenommen wurde und auf dem Ortseingangsschild die Gäste begrüßt.

 

 
Die Waldgaststätten im Nationalpark Harz [Quelle: Nationalparkverwaltung Harz]

Der erfahrene Harzwanderer kennt und schätzt die Waldgaststätten als willkommene Wander- oder Skiwanderstation auf längeren Touren im Nationalparkgebiet bei Bad Harzburg, im Odertal oder im Bereich Lonau-Acker.

Insgesamt drei der sechs Waldgaststätten befinden sich in den Nationalparkwäldern bei Bad Harzburg: Sennhütte, Molkenhaus und Rabenklippe. Die Waldgaststätte Rinderstall liegt im Wandergebiet des Odertals zwischen Sankt Andreasberg und Braunlage. Das Rehberger Grabenhaus befindet sich am
Kulturdenkmal Rehberger Graben zwischen Sankt Andreasberg und dem Oderteich. Die höchste Waldgaststätte ist mit 811 m ü. NN die sagenumwobene Hanskühnenburg.

Die Waldgaststätten im Nationalpark Harz fördern das Wandern, die naturschonendste Erholungsform im Nationalpark Harz, und informieren ihre zahlreichen Gäste über die Ziele und die Schutzwürdigkeit des Nationalparks Harz.

Hanskühnenburg

Nahe der sagenumwobenen Felsengruppe der Hanskühnenburg liegt die gleichnamige Gaststätte, mit 811 m ü. NN auf dem Höhenzug "Acker" die höchste Waldgaststätte im Nationalpark Harz. Auch "der Brocken des Westharzes" genannt, bietet diese Gaststätte bei schönem Wetter einen phantastischen Fernblick in aller Himmelsrichtungen.

Molkenhaus

Das erste Molkenhaus wurde 1665 am alten Molkenplatz errichtet und diente vor allem Kuhhirten als Unterkunft. Verlegt und im Laufe der Geschichte später komplett neu aufgebaut, ist es heute nicht nur ein beliebtes Wanderziel in der Nähe von Bad Harzburg, sondern ist auch eine willkommene Station auf dem Weg zum Brocken. Das kreativ geführte Molkenhaus kann auch umweltfreundlich mit dem
Gasbus "Der Grüne Harzer" erreicht werden.

Rabenklippe

Die Waldgaststätte Rabenklippe hat, was Wanderer mögen - so wirbt die seit 1874 bestehende Waldgaststätte, ein wildromantisches Wanderziel im nördlichsten Teil des Nationalparks Harz. Mit etwas Glück haben Sie von hier eine wunderbaren Blick auf Vater Brocken und die Luchse des neuen Luchsgeheges an der Rabenklippe. Auch die Waldgaststätte Rabenklippe ist von Bad Harzburg
umweltfreundlich mit dem Gasbus "Der Grüne Harzer" erreichbar.


Rehberger Grabenhaus

Erbaut 1772 als Wohnhaus für den Grabensteiger des Rehberger Grabens, liegt das Rehberger Grabenhaus heute an einem der attraktivsten Wanderwege im Nationalpark Harz zwischen Sankt Andreasberg und dem Oderteich. Der kurze Zuweg zur Gaststätte ist, weil nur 900 m lang, für ältere Menschen, Behinderte und
Rollstuhlfahrer besonders interessant. Im Winter lockt die weithin beliebte Wildtier-Schaufütterung des Grabenhauses viele Gäste.

Rinderstall

Wo früher die Andreasberger Kuhhirten Rinder betreuten und nebenher Milch und Brot an vorbeiziehende Wanderer abgaben, liegt heute die Waldgaststätte Rinderstall. Die günstige Lage halbwegs zwischen Sankt Andreasberg und Braunlage und nur wenige Kilometer von Oderhaus entfernt, ist der Rinderstall eine gern
angelaufene Wanderstation im Odertal.


Sennhütte (derzeit geschlossen)

Für den Wanderer, der kurze Distanzen schätzt, ist die Sennhütte besonders interessant. Hoch am Hang des Kalten Tales gelegen, ist die Gaststätte mit Terrasse und Weitblick auf das Tal sowohl "unten" aus Richtung Bad Harzburg als auch "von oben", d.h vom Burgberg leicht zu erreichen. 3 Zimmer sorgen
dafür, dass der Wanderer hier auch länger verbleiben kann, wenn er möchte.

 
Nationalpark-Wandertipp: Am Rehberger Graben zum Oderteich und nach Sonnenberg [Quelle: Nationalparkverwaltung Harz]

13 km, 3-4 Stunden; Halbtagswanderung

Die Wanderung verknüpft in spannender Weise die Themen

- Nationalpark Harz
- Harzentstehung, Geologie und Goetheplatz
- Bergbau und bergbauliche Wasserwirtschaft
- Orts- und Bergbaugeschichte von Sankt Andreasberg

und gilt als eine der schönsten Wanderrouten im Nationalpark Harz, zumal sie auch für den nicht geübten Wanderer wegen der geringen Höhenunterschiede recht einfach zu bewältigen ist.

Vor dem Start unserer Wanderung besuchen wir das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg nahe der Grube Samson. Hier erhalten wir alle nötigen Informationen über den Nationalpark und die Ortsgeschichte.

Vom nahegelegenen Kurhaus Sankt Andreasberg starten wir dann in nördliche Richtung, überqueren die Clausthaler Straße, wandern am Wilhelm-Trute-Denkmal vorbei und biegen nach 50 m links in die Straße Am Gesehr ein. Wir folgen den Wegemarkierungen 15 D und 16 E (blaues und gelbes Dreieck) geradeaus hinauf zur Jordanshöhe. Zwischen dem Naturfreundehaus und der Eichsfelder Hütte geht es dann abwärts zum Mundloch des Gesehrstollens. Dieser nimmt das Wasser des Rehberger Grabens auf und führt es durch den Gesehrberg nach Sankt Andreasberg. Wir folgen dem Rehberger Graben bis zur Wegekreuzung Kienrauchshütte, an der sich das Wasser des Sonnenberger Grabens mit dem des Rehberger Grabens vereint.

Wir folgen dem Rehberger Graben auf dem Wanderweg 15 D (blaues Dreieck) und erreichen nach etwa 500 m die Nationalpark-Waldgaststätte Rehberger Grabenhaus.  Weiter geht es am Rehberger Graben entlang durch Hochwald, der an mehreren Stellen reizvolle Blicke hinunter ins Odertal oder hinüber zu den Hahnenklee-Klippen ermöglicht. Zahlreiche Tafeln informieren uns über die Historie des Grabensystems, über geologische Besonderheiten und über die Natur rechts und links des Weges. 

Der Rehberger Graben führt an der Skipiste des Ski-Clubs Sankt Andreasberg, am Goetheplatz unterhalb der Hohen Klippen, an der Gedenktafel für die Harzer Mundart, an wunderschönen Granitformationen und kleineren Wasserfällen sowie an der Sarghai-Hütte vorbei. Wir erreichen den Oderteich, die älteste Harzer Talsperre, 1715 bis 1722 gebaut. Es lohnt sich, am Oderteich, auf sehr geschichtsträchtigem Boden, einige Zeit zu verweilen.

Zahlreiche Tafeln, von den Harzwasserwerken aufgestellt, erläutern die Geschichte und die Besonderheiten dieser alten Talsperre. Wenn wir uns vom Oderteichdamm aus nach links wenden, finden wir den Weg nach Sonnenberg. Er führt parallel zur Bundesstraße 242 (Harzhochstraße) über Wurzelgeflecht, Knüppeldämme und einige kleine, von den Rangern gebauten Brücken durch einen an die große Sonnenberger Hochmoorfläche grenzenden Hochwald. Nach nur 1,8 km erreichen wir den Sankt Andreasberger Ortsteil Sonnenberg und haben hier gleich zwei Einkehrmöglichkeiten. 

Von Sonnenberg ist die Rückkehr mit dem Bus nach Sankt Andreasberg möglich. Wer jedoch zurück wandern möchte, kann vom großen Parkplatz aus (neben dem Hotel Altes Forsthaus) auf dem Wanderweg 16 C/blauer Punkt entlang des Sonnenberger Grabens nach Sankt Andreasberg gelangen (7 km -2,5 Stunden).
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Weitere Informationen zum Wandergebiet Sankt Andreasberg finden sich auch unter http://www.sankt-andreasberg.de
 Nationalpark Wandertipp: Acker-Rundwanderweg [Quelle: Nationalparkverwaltung Harz]

Eine Wanderung über den Acker-Rundwanderweg zur Nationalpark-Waldgaststätte Hanskühnenburg
Die Tourenlänge beträgt ca. 14 km, die Wanderzeit ca. 3,5 h.
Wandern und Einkehren mit Fernblick

Wandern, Mountainbiking und auch Skilaufen im Winter - alles dieses bietet der Acker-Rundwanderweg; zudem ist er auf seinem nordwestlichen Abschnitt, dem
"Reitstieg", mit herrlichen Fernblicken über die ganze Harzhochfläche einer der schönsten Wanderwege im Nationalpark Harz.

Müde oder durstig? Keine Angst! Auf halber Strecke der Wanderung liegt die Hanskühnenburg, eine der urigsten Waldgaststätten im Nationalpark Harz. Hier
gibt es Getränke und auch eine deftige Mahlzeit aus der Küche von Familie Böttcher, dem Lonauer Wirtsehepaar der Hanskühnenburg.

Vom Aussichtsturm der Hanskühnenburg schweift der Blick bei schönem Wetter bis zum Brocken und weit in das Südharzvorland. Nicht umsonst gilt die
Hanskühnenburg als der "Brocken des Westharzes".

Wollen Sie mehr über die Hanskühnenburg, die Sage von Hans dem Kühnen und darüber wissen, wann Goethe hier oben war und was er hier wollte? Dann müssen Sie die Wanderschuhe anziehen, Ihr Mountainbike besteigen oder die Langlaufskier anschnallen und den Nationalpark Harz bis zur Hanskühnenburg erwandern oder befahren!

Die Nationalpark-Waldgaststätte Hanskühnenburg ist täglich geöffnet von 9 - 17 Uhr, Donnerstag Ruhetag außer an Feiertagen, Tel. 05585/390.

 


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